Ursprüngliche
Herkunft:

Südostasien
Indien

Haltung
bei mir:

pH 7
LW 600-800 µ/S
26°-28° C
Sandboden
Höhlen

14.10.2005
Ich habe mir heute fünf ganz kleine Chaca chacas gekauft, die wg. Quarantäne aufgrund von Ichthyoerkrankung ein paar Wochen nicht verkauft worden sind. Angeblich sollen sie Weiße Mückenlarven und Tubifex gefressen haben. Die Kleinen sind auf jeden Fall die kleinsten Chacas, die ich bisher gesehen habe - ca. 3 cm ohne den Schwanzstiel.

Einer von ihnen war so geschwächt und unterernährt, dass ich ihn nach zwei Tagen erlösen musste (er torkelte nur noch unkoordiniert durch das Wasser und hatte praktisch keinen Bauch mehr....).
Die anderen vier habe ich auf zwei verschiedene "Kleinstbiotope" verteilt - zwei kleine Becken, die Guppynachwuchs in verschiedenen Größen beinhalten und ich füttere mit Weißen Mückenlarven und auch Enchyträen.
Eins dieser Becken ist mein Schreibtischaquarium, wodurch ich die Welslein sehr oft vor Augen habe.

19.10.
Im Moment liegen sie so da wie die alten - eingebuddelt im Sand mit dem lauernden Schnauzenspalt in Höhe der Sandoberfläche. Außerdem scheinen mir ein Blauer Neon und ein Kardinalfisch zu fehlen......

20.10.
Es fehlt ein weiterer Blauer Neon!

20.05.2010
Zwei Chaca-Babies waren bei einem Zoohändler im Angebot und ich konnte natürlich nicht widerstehen!

Ich hatte ja gerade ein Becken mit ausreichend Schwertträger- und Guppynachwuchs zur Verfügung und habe beide dort reingesetzt. Als ich sie per Hand aus der Tüte nahm um sie umzusetzen, fingen beide an, empört zu quaken.
Als sie dann auf dem Sandboden angekommen waren, wurden sie sofort von den Kleinstschwertträgern bestaunt und - schnapp, zwei, drei, vier hintereinander wurden sofort "eingeatmet"! Diesmal sah es so aus, als ob die Chacas doch mehr Sichtjäger sind, als dass sie auf Bewegungen oder gar Berührungen vor ihrem Maul reagieren. Ein Kleinstfisch kam über den Rücken Richtung Maul geschwommen und wurde da praktisch schon erwartet.....

Gleich nach dieser Fressorgie wühlte sich der erste der beiden durch seitliche Hin und Herbewegungen flach in den Sand. Der zweite tat dies durch Wühlbewegungen mit dem Kopf von oben herunter zum Sand.

Dann war Ruhe...

12.08.2010
Heute habe ich mal die Idee mit der Regenwurmfütterung in die Tat umgesetzt. Die drei größeren Chacas sollten Tauwürmer bekommen. Größere Chacas heißt hier - sie sind noch nicht ausgewachsen, aber ein durchschnittlicher Tauwurm könnte gerade so in ihre Maulhöhle passen...
Sollte das klappen, dann wäre auch die ständige Suche nach Futterfischen erstmal ad acta gelegt.

Die Chacas hatten längere Zeit nichts zu fressen gehabt und lagen eingegraben im Sand, also taumelte der erste Tauwurm sich windend im Wasser in Richtung Aquarienboden...

Der Wurm bewegte sich zunehmend heftig und berührte dabei einen der Chacas am Kopf - schnapp!
Danach ergab sich sowas wie eine Laokoon-Gruppe, in der der Chaca heftig schluckte und würgte - er hielt den Tauwurm aber fest. Leider hatte ich die Kamera nicht dabei; hätte ich sie schnell geholt, wäre die ganze Geschichte schon vorbeigewesen. Der Chaca lag auf dem Sand mit mächtigem Kehlsack und man konnte manchmal noch den Tauwurm durch die Kehlhaut sehen oder das Schwanzende und irgendeine Windung zwischen dem halb geöffneten Chaca-Maul.

Der nächste Tauwurm löste bei dem zweiten Chaca genau die gleiche Geschichte aus, nur dass das Ganze bei ihm schneller erledigt war.

Die Chaca-Babies haben daraufhin natürlich sofort normale Regenwürmer bekommen - Fressergebnisse habe ich da aber noch nicht...

19.01.2012
Inzwischen ist die Wurmfütterung sehr erfolgreich! Ich bin nicht mehr so sehr auf Futterfische angewiesen. Angebotene Tauwürmer bei den großen Chacas und Laubwürmer bei den kleinen sind der Hit!
Allerdings passiert es nicht selten, dass zwei Chacas gleichzeitig an einem Wurm zerren. Gerade gestern habe ich den größten der drei kleinen Chacas dabei erwischt, wie er einen Laubwurm mit daran hängendem Kleinchaca in sein Maul bugsierte. Ich wollte schon Notmaßnahmen ergreifen, aber die spitzen Stacheln des kleinen Chacas seitlich des Mauls verhinderten erfolgreich, dass er verschluckt werden konnte. Er schüttelte sich dann heftigst los und lag erstmal mit erhöhter Atemfrequenz auf dem Sand. Auch ein dorthin geworfener Laubwurm interessierte ihn erstmal nicht.

16.12.2013.
Das Jagdverhalten hungriger Chacas konzentriert sich wahrscheinlich überwiegend auf Bewegungen in ihrer Nähe.
Beim Scheibenputzen haben alle versucht, den Scheibenkratzer zu schlucken - oder meinen Finger, ja nachdem.
Berührungen registrieren sie natürlich auch: Ein Tauwurm ist auf das Ende der Schwanzflossenspitze eines Chaca gefallen und die heftigen Windungen des Wurms führten dazu, dass der getroffene Chaca sich mit einer Wendung umdrehte und den Tauwurm sofort schluckte.

Klaus Dreymann