Ursprüngliche
Herkunft:

Südamerika
Peru
Rio Nanai
Haltung
bei mir:

pH 6-7
LW 600-800 µ/S
26° C
Sandboden

22.7.2009
Ich war in den letzten Jahren immer schon fasziniert von einer bestimmten Cichlidenart, die ich zwei/dreimal als große Exemplare gesehen hatte. Die Grundfarbe ist immer braun gewesen mit einem roten Keil vom Hinterkopf zu den Kiemendeckeln. Die Schnauze war von der Seite gesehen fast kreisrund mit den Lippen in der Mitte. Nach meinen Nachforschungen müsste das ein Heros cf. efasciatus "Rotkeil" sein. Ich habe heute vier Exemplare, die mit diesem Namen angepriesen wurden, gekauft - Jungfische, gerade mal mit einem Durchmesser eines Fünf-Mark-Stücks (siehe oben). Natürlich sind sie in dieser Entwicklungsstufe anders gefärbt als die Ausgewachsenen. Somit werde ich wohl erst in ein paar Jahren wissen, ob ich die richtigen Fische gekauft habe.

Zwei habe ich beim Maulzerren gesehen.

Am nächsten und übernächsten Tag sind nacheinander zwei von ihnen auf unerklärliche Weise verschwunden. Unerklärbarer Fischtod ohne auch nur die leisesten Symptome - sowas kommt leider vor.

6.8.2009
Die beiden Übriggebliebenen benehmen sich normal und fressen immer wenn es etwas gibt.

Allerdings habe ich heute eine merkwürdige Verhaltensweise gesehen: Beide standen fast vollständig dunkel gefärbt (fast ohne Streifen) mit ihren Seiten dicht aneinandergedrückt und mit dem Maul senkrecht nach unten mitten im Becken und verharrten so eine Weile. Kommentkampf? Ich werde das weiter beobachten...

Inzwischen zeigen sie die Zeichnung adulter Tiere.


5.6.2010
Sie haben abgelaicht! Ich habe also wirklich von vier Kleinstcichliden zwei übrig, die ein Paar sind. Der Laich war am nächsten Morgen zwar verschwunden - es ist ja ihr erster Versuch und das Becken beherbergt noch ein paar große Panaques - aber immerhin!

16.3.2012
Inzwischen hatte ich beide umgesetzt, um sie von den Panaques sozusagen zu befreien. Ich wollte sie doch mal mit ihrer Brutpflege erleben.
Sie kamen in das 560 Liter-Becken im Wohnzimmer, wo ich sie auch viel häufiger im Blick hatte. Außer dem Paar befanden sich noch ein Ancistrus-Paar in dem Becken. Ich glaubte damals noch nicht, dass diese relativ kleinen Antennenwelse dem Gelege der vergleichsweise riesigen Cichliden gefährlich werden konnten, aber weit gefehlt!
Immer wieder wurde ein ganz bestimmter flacher Stein geputzt und mit Eiern bestückt, die am nächsten Morgen verschwunden waren.
Ich dachte anfangs einfach, dass sie ihren Laich gefressen hatten - sie waren ja noch Anfänger (ich kenne das ja schon von den Skalaren, die ihre korrekte Brutpflege manchmal auch erst lernen müssen und dabei manches falsch machen, u.a. eben auch das Fressen des Laichs).
Dann erhielt ich die Mitteilung eines anderen Rotkeil-Halters, nämlich dass die Ancistren sehr wohl in der Lage sind, nachts (!) das Gelege zu fressen, da die Cichliden bei Dunkelheit nicht in der Lage sind, ihren Laichstein erfolgreich zu verteidigen....
Also mussten die Ancistren raus! Den Versuch mit dem Kescher wollte ich gar nicht erst wagen, da ich Ancistren in diesem Punkt kenne und vor allem, weil das Becken mit seinen zahlreichen Wurzeln und großen Pflanzen dieses Vorhaben ad absurdum führte - es sei denn, ich würde da tabula rasa machen, was ich nicht wollte. Ich hatte mal hier und da etwas über eine Fischfalle gelesen, die man aus einer Pet-Flasche mit abgesägtem und umgekehrt wieder in die Flasche gestecktem Flaschenhals bauen könnte. In der Flasche sollten dann Futtertabletten o.ä. platziert werden. Diese Falle sollte wie eine Reuse funktionieren, bei der der Wels den Ausgang nicht mehr findet, respektive sich nicht mehr durch den Flaschenhals zurückzwängen kann....

Meine Ancistren haben darüber nur "gelacht"!

Nach zwei, drei erfolglosen Versuchen mit dieser Fischfalle habe ich einfach mal das Licht über Nacht angelassen und siehe da - der Laich war am nächsten Morgen immer noch vorhanden! Manchmal kommt man (ich) auf die einfachste Lösung eines Problems nicht! Beide Rotkeil-Buntbarsche waren brav am Verteidigen ihres Flusskiesels und obwohl die Ancistren immer in der Nähe lauerten, kamen sie nicht bis zum Kiesel und dem Gelege durch.

Leider wurde das Gelege dann doch noch vernichtet: In der zweiten Nacht sorgte eine unserer Katzen (ich will hier keinen Namen nennen!) dafür, dass eine der schweren Abdeckscheiben runter in das Becken knallte und dabei den Laichstein traf. Das muss die Cichliden so verscheucht haben, dass die Ancistren letztendlich doch wieder zu ihrer proteinreichen Mahlzeit gekommen sind......

Jetzt aber - nach Absicherung der Deckscheiben - warte ich endlich auf eine erfolgreiche Laichablage und die dann erfolgende Brutpflege durch das Elternpaar!

23.10.2014
Es hat sich bis heute nichts in Richtung Brutpflege etc. getan. Es sieht so aus - einen Tipp in dieser Richtung habe ich auch inzwischen erhalten - dass ich hier zwei Weibchen habe, die im Fall des Falles ablaichen, um einer Laichverhärtung aus dem Wege zu gehen. Zwei Weibchen also, da hätte ich ja lange auf Nachwuchs warten können!

Heute habe ich ein drittes Exemplar per Annonce gefunden - nicht ganz so groß wie meine beiden, aber immerhin. Die Wahrscheinlichkeit nun endlich mal beide Geschlechter zu haben steigt ja dadurch etwas......
Sie schwimmen jetzt zu dritt einträchtig durch ihr Aquarium.

28.10.2014
Es sieht so aus, als ob der Kleine mit einer der beiden anderen ein Laichritual beginnt.

28.07.2015
Nein, Nummer drei ist ebenfalls ein Weibchen.
Der größte ist inzwischen gestorben - lag morgens tot im Becken. Der zweite von den ursprünglichen zeigt ebenfalls Erkrankungsmerkmale am Kopf und am rechten Auge (Geschwüre o.ä.).
Es scheint so zu sein, dass die Heros mit sechs Jahren nunmehr das Ende ihrer Lebenserwartung erreicht haben...

18.02.2018
Ich habe eine Annonce entdeckt, mit der vier Jungtiere angeboten werden. In den nächsten Tagen werden ich sie mir abholen...

21.02.2018
Alle vier sind wohlbehalten hier angekommen und haben z.Zt. ein Becken nur für sich (375 Ltr., Sandboden, Strömung).

22.02.2018
Nicht ganz für sich, übrigens. In dem Becken ist noch ein alter, sehr großer Thorichthys meeki, der ständig drohend mit roter Kehle durch das Wasser gezogen ist - die vier wesentlich kleineren Heros sind aber keine Bedrohung oder Konkurrenz für ihn. Er lässt sie in Ruhe und die vier haben inzwischen gemerkt, dass von dem "Riesen" keine Gefahr droht.

17.03.2018
Ich habe mir noch vier weitere dieser Art gekauft.