Ursprüngliche
Herkunft:

Afrika
Haltung
bei mir:

pH 7
LW 600-800 µ/S
22°-25° C
Sandboden
Höhle mit zwei Löchern

29.2.2008

Heute habe ich in einer Zoohandlung diese Fische in einem Becken gesehen und mir nach längerem Beobachten und Bewundern und kurzer Überlegung das schönste Paar mitgenommen. (Mal wieder Fische vom Afrikanischen Kontinent, die bei mir ja eher selten vorkommen).

Der angebotene Blumentopf mit Öffnung wird sofort von beiden als Deckung angenommen, wobei sie schon dann und wann neugierig herausgucken.


Papa über einem Teil seiner Brut.

Zitat aus Scienceticker:

Buntbarsche neigen zur Inzucht
5. Februar 2007
Nicht nur beim Menschen, auch bei vielen Tieren wird Inzucht möglichst gemieden. Eine bemerkenswerte Ausnahme stellt ein afrikanischer Buntbarsch dar, haben Bonner Biologen ermittelt. Die Fische paaren sich bevorzugt mit nahe verwandten Individuen und kümmern sich dann besonders intensiv um den Nachwuchs.

Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen sei, dass die genetische Schnittmenge nahe verwandter Partner besonders mächtig sei, erläutern die Forscher um Timo Thünken und Theo Bakker im Fachblatt “Current Biology”. Indem solche Eltern in die Aufzucht der Jungen investierten, förderten sie die Weitergabe der eigenen Gene im besonderen Maße.

Thünken und Kollegen studierten Buntbarsche der Art Pelvicachromis taeniatus. Die Tiere stammten aus einem kleinen und völlig isolierten Fluss in Kamerun und waren im Labor nachgezüchtet worden. Sobald sie die Geschlechtsreife erreicht hatten, wurden sie vor die Wahl zwischen Geschwistern, die in separaten Becken aufgewachsen waren, und nicht-verwandten Partnern gestellt. Männchen wie Weibchen entschieden sich in den meisten Fällen für nahe verwandte Individuen.

Der Effekt ging über die Partnerwahl hinaus, beobachteten die Biologen. Bei nahe verwandten Partnern hielt das Männchen besonders eifrig Wache vor der Höhle, in der sich das Weibchen um die Eier kümmerte. Und nach dem Schlüpfen ihres Nachwuchses hielten sich nahe verwandte Paare längere Zeit in dessen Nähe auf als nicht-verwandte Eltern. Negative Folgen der Inzucht konnten die Forscher bei ihren Experimenten nicht feststellen.

Vor einiger Zeit hatten amerikanische Forscher über eine ähnliche Inzucht-Tendenz bei Fregattvögeln berichtet. Thünken und Kollegen halten es daher für denkbar, “dass aktive Inzucht sehr viel weiter verbreitet ist als gemeinhin angenommen und als Strategie zur Anpassung an die Umwelt betrachtet werden muss”.

Forschung: Timo Thünken, Theo C.M. Bakker, Sebastian A. Baldauf und Harald Kullmann, Institut für Evolutionsbiologie & Ökologie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Veröffentlichung Current Biology, Vol. 17, 6. Februar 2007, pp 225-9, DOI 10.1016/j.cub.2006.11.053

31.10.2008
Inzwischen ist der Nachwuchs übrigens stramm herangewachsen und hat "Verkaufsgröße" erreicht. Ein Berliner Zoogeschäft hat schon Interesse signalisiert.......

Mein Fazit:
Sehr schöner Fisch
Leicht zu halten
Unproblematisch nachzuziehen
Aufzucht der Brut:
einfach