Ursprüngliche
Herkunft:

Nordamerika
an der Küste
zwischen Texas und Florida

Haltung
bei mir:

pH 7
LW 600-800 µ/S
26° C
Sandboden
möglichst viel Fläche

1.7.2000
Heute habe ich drei Zwergflundern gekauft. Sie sehen auf den ersten Blick aus wie die bekannten Flundern aus der Ost- und Nordsee, nur viel kleiner. Sie saßen in sehr weißem Staubsand eingegraben und waren vom Verhalten für mich als unkundigen Betrachter zunächst wie ihre größeren Salzwasservettern.
Aus dem Raum der Nordamerikanischen Ostküste sollen sie stammen konnte ich noch in Erfahrung bringen - in meinem Labyrintherbecken haben sie sich sofort in den Sand gebuddelt.
Naja - mal seh'n, wie das weitergeht.
Sie sind dort zusammen mit vier Süßwasserflundern (Achirus spec.)

7.7.2000
Nach sieben Tagen habe ich endlich eine kleine, sich vorsichtig bewegende Sandfläche gesehen....
Sie schnappen nach weißen Mückenlarven und hängen sogar manchmal an den Scheiben festgesaugt - sind also doch nicht so scheu.
Nach mir bisher zugänglichen Berichten sind diese Süßwasserzwergflundern aus dem Osten der USA und ausschließlich Süßwasserbewohner.
13.7.2000
Ich habe mir noch fünf weitere gekauft und diesmal in das Becken mit den Peitschenwelsen gesetzt.
30.7.
Es gibt nur sehr spärlich Literatur über die Süßwasserflundern, inzwischen habe ich sogar das Gefühl, dass Trinectes maculatus und Achirus spec. gelegentlich miteinander verwechselt werden.
Achirus wird z.B. oft als Synonym von Trinectes angesehen usw.
Wenn in den Veröffentlichungen Abbildungen der betreffenden Flundern zu sehen sind, dann sehen sie alle aus wie die Fische, die ich unter Achirus spec. gekauft habe.

Links die Silhouette
der Species, die ich
unter
Trinectes maculatus
erworben habe.

Rechts die Silhouette
der Species, die ich
unter
Achirus spec.
erworben habe.
5.6.2001
Suizidversuch einer Zwergflunder?
Als ich nach der Arbeit zum ersten Rundgang durch die Kelleraquarienanlage ging, sah ich leider die größte Zwergflunder oben auf der Abdeckscheibe ihres Aquariums liegen. Sie sah schon angetrocknet aus, fühlte sich trocken und ledrig an und ließ sich per Hand nicht mehr vom Glas lösen.
Seit einer Nacht hatte ich einen neu erworbenen Panaque nigrolineatus mit in das Becken gesetzt, ein etwas größeres Exemplar (ca. 20 cm), der vielleicht durch seine nächtlichen Wühlereien die Flundern und Schollen derart verscheucht hat, daß eine von ihnen in ihrer Springerei aus dem Wasser hinaus und wieder herein durch Zufall die schmale Öffnung des Filterzulaufs erwischt haben muß. Sie lag nun zwar an der gegenüberliegenden Seite der ein Meter langen Scheibe, aber vermutlich hat sie versucht, wieder in's Wasser zurückzufinden und dabei leider die falsche Richtung eingeschlagen :(
Ich senkte die Abdeckscheibe mit ihrer schmalen Seite und der Zwergflunder in's Wasser um sie dadurch vorsichtig abzulösen - plötzlich schoß sie wie vom Blitz getroffen runter von der Scheibe und buddelte sich sofort in den feinen Aquariensand, wie sie es ja sonst auch immer tun! - Und sie hat wirklich vorher einen vertrockneten, leblosen Eindruck gemacht...